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6 Stationen zum Erfolg – der Fahrplan zur Digitalisierung der Bildungseinrichtung

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6 Stationen zum Erfolg – der Fahrplan zur Digitalisierung der Bildungseinrichtung

Die Digitalisierung der Bildungseinrichtung muss keinen überfordern, wenn man richtig vorgeht! Es ist gar nicht so schwer – gesetzt den Fall, man geht Station für Station vor und bindet alle betroffenen Personen nach und nach ein. Wie genau sich solch ein Fahrplan gestalten kann, was dabei zu beachten ist und Tipps zur Umsetzung finden Sie in diesem Beitrag.

Digitale Medien sollten nicht aufgrund des Mediums eingesetzt werden, sondern weil der Einsatz zum geplanten Unterrichtsziel führt. Ein gutes Unterrichtskonzept beinhaltet also nur die Medien, die zur erfolgreichen Unterrichtsgestaltung wirklich notwendig sind – unbeachtet davon, ob es sich dabei um analoge oder digitale Medien handelt. Um digitale Medien sinnvoll einzusetzen, muss man sich vorsichtig herantasten, ausprobieren und Best Practices ableiten.

Ein Fahrplan, wie der Einsatz von digitalen Medien in Bildungseinrichtungen funktionieren kann und in welchen Schritten man vorgehen kann, war Teil unserer „Infografik: Einsatz digitaler Medien an Bildungseinrichtungen“. Die gesamte Infografik finden Sie im verlinkten Artikel, hier gehen wir mit detaillierteren Informationen noch einmal näher auf den Fahrplan selbst ein.

1. Digitale Informationsverteilung

Im Schulalltag gibt es viele Informationen, die an Schüler/innen, Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen der Schule adressiert werden sollen. Angefangen beim Stunden- und Vertretungsplan über die Mitteilung von wichtigen Terminen, der Werbung für das anstehende Schulfest, Bilder von den letzten Kursfahrten oder Veranstaltungen im Haus bis hin zu Informationen zu AGs und Sportfesten. Vom schwarzen Brett für Fundsachen haben wir da noch gar nicht gesprochen! All diese Informationen analog zu vermitteln endet in einem hohen Verbrauch an Zeit und Materialkosten in Form von Papier und Druckerpatronen. Ganz zu schweigen von der entstehenden Zettelwirtschaft!

Mit vergleichsweise geringen Kosten und der bereitwilligen Zeit-Investition von ein oder zwei versierten Lehrkräften oder Verwaltungsmitarbeiter/innen, lässt sich Ordnung in die Schulkommunikation bringen. Ein Digitales Schwarzes Brett ist leicht administrierbar, nur wenige Klicks führen dazu, dass alle Informationen verteilt werden. Dabei ist es üblich, dass die Pflege ortsunabhängig erfolgen kann. So kann auch standortübergreifend gearbeitet werden.

Da dieser Schritt zur digitalen Schulkommunikation also einen geringen Kosten- und Personaleinsatz bedarf, ist er die erste Station unterwegs zur digitalen Schule. Lesen Sie für vertiefende Informationen auch unseren Beitrag „Einsatzmöglichkeiten für ein Digitales Schwarzes Brett“.

2. Ortsunabhängige Unterrichtsvorbereitung

Unsere Arbeitswelt entwickelt sich, sie wird immer digitaler. Was in Unternehmen für Angestellte möglich ist, das kann sich auch für Lehrkräfte lohnen. Wenn zeitintensive Arbeiten wie die Unterrichtsvorbereitung am Ort der eigenen Wahl ausgeführt werden können, dann erleichtert es die Umsetzung. Digitale Dateiablagen bieten die Möglichkeit, alle Dokumente (Unterrichtskonzepte, Arbeitsblätter, Musterlösungen, Erwartungshorizont, …) immer und überall verfügbar zu machen. Zusätzlich kann auch den Kollegen Zugriff auf die Dateien gewährt werden.

3. Lehrer-Lehrer-Kommunikation

Der nächste logische Schritt ist es, Lehrerinnen und Lehrern auch den digitalen, kommunikativen Austausch zu ermöglichen! Ist es noch so, dass eine digitale Dateiablage eher personenbezogen ist und nicht in ihrem Ursprung gemeinschaftlich nutzbar gedacht ist, so füllt eine Messenger-Komponente diese Lücke ideal aus. Im besten Fall sogar in derselben Anwendung!

Ob zum Austausch über die erstellten Unterrichtskonzepte und Arbeitsblätter oder zur Organisation von gemeinsamen Kursfahrten, Projektwochen oder Veranstaltungen. Mit einem Messenger lassen sich schnell und direkt Fragestellungen klären und vermeintliche Probleme beseitigen. Auch im Krankheits- oder Abwesenheitsfall einer Lehrkraft lassen sich Informationen zum einen ohne Umwege an den Vertretungsplaner schicken, zum anderen aber auch Arbeitsblätter und Aufgabestellungen für den Vertretungslehrer zur Verfügung stellen.

Übrigens: Wenn wir vom Kollegium sprechen, sollten wir auch die Verwaltung der Schule nicht aus den Augen verlieren. Auch Schulleitung und Sekretariat lassen sich gut in eine kommunikative Plattform einbinden, um organisatorische Informationen auszutauschen.

4. Schüler-Lehrer-Kommunikation

Spätestens, wenn die Schüler/innen mit eigenen Zugängen in die digitale Schulkommunikation eingebunden werden sollen, stoßen wir auf das Thema, dass Messenger-Lösungen sicher und DSGVO-konform sein müssen. US-Messengerdienste wie WhatsApp sind hier keine Möglichkeit, da sie einfach die datenschutzrechtlichen Anforderungen nicht erfüllen. Aber es gibt Lösungen, die wir im Beitrag „WhatsApp Alternativen für Schule und Klassenraum“ aufgezeigt haben.

Ist die Entscheidung für eine vielleicht sogar ganz kostenfreie WhatsApp-Alternative gefallen, so können bedenkenlos nach den Lehrkräften auch die Schüler/innen eingebunden werden. Hier bietet es sich oftmals an, zunächst eine Testklasse anzulegen. Egal ob verbunden mit einer Projektwoche, einer Klassenfahrt oder einfach einem Testzeitraum – im direkten Probelauf mit den Schüler/innen werden mögliche Stolperfallen schnell identifiziert und können beseitigt werden, noch ehe die komplette Schülerschaft in den Messenger-Austausch eingebunden ist.

Anschließend lassen sich die erarbeiteten Best Practices kinderleicht auf den Einsatz eines Messengers, im Idealfall mit dazugehöriger Dateiablage, in der gesamten Schüler-Lehrer-Kommunikation übertragen. So erleichtern Sie schlussendlich den Austausch von Aufgabenblättern, Informationen und Rückfragen – auch außerhalb des Unterrichts oder im Krankheitsfall. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag „Einsatzmöglichkeiten eines Schulmessengers“.

Übrigens: Für den Einsatz eines Messengers sollte niemals die private Handynummer notwendig sein. Das ist eines der Merkmale, an denen Sie einen guten Schulmessenger erkennen.

5. Raus aus der staubigen Kreidezeit

Nun haben Sie digitale Informationsbildschirme, einen Schulmessenger und neben dem Lehrkörper ist die gesamte Schülerschaft eingebunden, aber Sie atmen immer noch Kreidestaub? Das nimmt zum einen Ihre Gesundheit, zum anderen aber auch Ihre Zeit und Nerven in Anspruch. Eine Digitale Tafel kann hier schnell und einfach Abhilfe schaffen!

Mit digitalen Medien, die Sie in den Unterricht einbinden, steigern Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Schüler/innen. Dafür aber einen unhandlichen Videowagen von Raum zu Raum bewegen? Diese Situation werden Sie mit einer Digitalen Tafel nicht mehr erleben und sind dank Internetanschluss extrem flexibel im Einsatz der digitalen Medien, die Ihren Unterricht ergänzen.

Ein weiterer Vorteil: Die Abschreibzeiten entfallen, denn in der Regel ermöglichen Digitale Tafeln es, das Tafelbild direkt als Screenshot zu speichern und dann mit Ihrer Klasse zu teilen. Lesen Sie hier für mehr Details auch unseren Beitrag „Einsatzmöglichkeiten einer Digitalen Tafel“.

6. Eltern-Schule-Kommunikation

Und am Ende des Prozesses – binden Sie auch die Eltern mit ein! Selbstverständlich haben Sie dies schon in vorherigen Schritten getan, indem Sie diese informiert, teilweise Genehmigungen eingeholt haben. Hier meinen wir aber wirklich – binden Sie die Eltern mit ein!

Machen Sie Informationen von Digitalen Schwarzen Brett über das Web auch den Eltern Ihrer Schüler/innen zugängig. Wichtige Informationen für Eltern sind die Ausfallzeiten ihrer Kinder, aber auch Informationen zu Schulterminen und Schulfesten. Und schlussendlich möchten Eltern auch gerne Rücksprache mit den Lehrern halten – sei es zu den Leistungen des Kindes oder in ihrer Funktion als sich beteiligende Elternvertretung. Dafür können Sie auch die Eltern, am besten mit einer eigenen Berechtigungsstufe, in den internen Schulmessenger aufnehmen.

Schlussendlich haben Sie Ihr Ziel in kleinen, aber wichtigen Schritten, erreicht und alle beteiligten Personen zielführend abgeholt: in Ihr eigenes Ökosystem Digitale Schule!

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