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Die 10 wichtigsten Punkte für die Erarbeitung Ihres Medienentwicklungsplans

DigitalPakt

Die 10 wichtigsten Punkte für die Erarbeitung Ihres Medienentwicklungsplans

Im Paket der erforderlichen Unterlagen für die Antragsstellung zum DigitalPakt ist das technisch-pädagogische Einsatzkonzept ein wichtiger Bestandteil. Dieses kann beispielsweise in Form eines Medienentwicklungsplanes (Abkürzung: MEP) seitens der Schule vorgelegt werden. Wir haben Ihnen die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die ein Medienentwicklungsplan enthalten muss.

Die Schule muss sich zunächst drei grundlegende Fragen für den MEP stellen:

  1. Was ist bereits vorhanden?
  2. Welches Ziel verfolgen wir?
  3. Wie wollen wir es umsetzen?

Auf Grundlage dieser Fragen kann das komplette Konzept hinter dem Einsatz der Medien entwickelt werden. Dieses wiederum kann – dem Schulträger vorgelegt – zur Kostenkalkulation als Basis dienen. So lassen sich die Mittel aus dem DigitalPakt und auch aus einzelnen Länderprogrammen bedarfsgerecht und nachhaltig effektiv verteilt werden. Es lohnt sich also, schon heute damit loszulegen.

Mit einer Standardvorlage können wir nicht dienen, denn Bedarf und Voraussetzungen jeder Schule sind individuell. Aber wir geben Ihnen hier einen grundsätzlichen Leitfaden an die Hand, der Sie bei der Umsetzung Ihrer eigenen Medienentwicklungsplanung unterstützt.

Tipp: Schauen Sie sich einige der bereits vorhandenen Medienentwicklungspläne an, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Lassen Sie sich aber nicht verunsichern? Ihr erster Entwurf muss keine 100 Seiten umfassen, sondern die wichtigsten Eckpunkte. Aus Basis dessen arbeiten Sie die einzelnen Komponenten einfach weiter ins Detail.

Übrigens: Das Landesmedienzentraum Baden-Württemberg stellt Schulen und Schulträgern den Medienentwicklungsplan als webbasierte Anwendung zur Verfügung. Mit dessen Hilfe können diese den vorstrukturierten Prozess der Konzeptentwicklung durchlaufen. Um einen Zugang zu erhalten, ist lediglich die Kontaktaufnahme per E-Mail notwendig. Aber auch für alle anderen Bundesländer bietet das Online-Tool grundlegenden Informationen zu den einzelnen Bestandteilen, die es in der Medienentwicklungsplanung zu bearbeiten gilt.

Aus Sicht des Schulträgers gibt es vier Phasen, die zu einem „fertigen“ Medienentwicklungsplan führen:

  1. Schulisches Medienkonzept
  2. Technisches Konzept
  3. Finanzierungskonzept
  4. Realisierung & Evaluation

Von „fertig“ kann man im Übrigen bei einer Medienentwicklungsplanung nicht sprechen, da sich auch die Medien und Bedarfe stetig weiterentwickeln. Es wird also notwendig sein, dass Sie Ihre Konzepte regelmäßig hinterfragen und auf Ihre Aktualität prüfen.

Tipp: Sobald Sie die Beauftragung für die Erstellung eines Medienentwicklungsplans durch Ihre Schulleitung erhalten haben und ggf. auch bereits ein Team in Ihrer Schule gebildet haben, informieren Sie sich unbedingt auch, welche Hilfestellungen Ihr Bundesland bereitstellt. Und holen Sie sich Rat von Fachleuten.

Das sind die 10 wichtigsten Punkte für Ihren Medienentwicklungsplan

Die Punkte lassen sich beliebig erweitern, anders gliedern oder aufbereiten, aber inhaltlich müssen diese wiedergegeben werden.

  1. Schulprofil: Gehen Sie hier auf die Rahmendaten Ihrer Schule ein, beschrieben Sie Schülerschaft und Personalstruktur sowie die Besonderheiten der Schule.
  2. Bestandsaufnahme der Schule: Beschreiben Sie, was schon vorhanden ist in den Bereichen: Mit und über Medien lernen im Unterricht, Fortbildung der Lehrkräfte und Medienausstattung im Schul- und Unterrichtsalltag.
  3. Zielerklärung: Was wollen Sie in der Medienbildung erreichen? Was ist das Ziel Ihres MEPs? Beschreiben Sie nehmen dem Ziel auch wie Sie die Zielerreichung überprüfen möchten.
  4. Maßnahmenkatalog: Benennen Sie, welches Ziel Sie mit welcher Maßnahme erreichen wollen, beschreiben Sie die Maßnahme und geben Sie einen Einblick, was hier schon gemacht wurde und wie aus der Erfahrung geschöpft werden kann.
  5. Fach-, Medien- und Methodencurriculum: Legen Sie fest, wie Sie didaktisch und pädagogisch den MEP umsetzten möchten.
  6. Ausstattungsplanung: Geben Sie genau an, welche Anschaffungen getätigt werden müssen. Verbinden Sie dies mit einer entsprechenden Raumplanung und entwickeln Sie digitale Lernumgebungen, die Ihren pädagogischen Zielen förderlich sind.
  7. Support- und Wartungskonzept: Jede Ausstattung muss auch gepflegt werden. Berücksichtigen Sie dies gleich in Ihrem MEP!
  8. Fortbildungsplanung: Lehrkräfte müssen auf dem neuesten Stand sein, damit sie Schüler/innen beibringen können, was wichtig ist. Daher vernachlässigen Sie nicht die Fortbildungsplanung.
  9. Investitionsbedarf: Was soll das kosten? Hier können Sie sich auch von Anbietern beraten lassen, Angebote einbeziehen.
  10. Verantwortlichkeit und Zeitplanung: Machen Sie verbindliche Aussagen, wie Sie die Umsetzung an Ihrer Schule vornehmen möchten. Stimmen Sie sich auch mit dem Schulträger ab, ob Ihre Ideen und Zeitpläne zu halten sind.

Tipp: Lassen Sie sich auf keinen Fall abschrecken. Fangen Sie an!

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