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mind the gap – oder: Der DigitalPakt – Eine Chance für die Bildung!

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mind the gap – oder: Der DigitalPakt – Eine Chance für die Bildung!

Eine Chance beinhaltet auch immer ein Weiterkommen und ein sich weiterentwickeln. Wer dieses ernst nimmt, sollte bereits verursachte Fehler vermeiden. Viele Digitalisierungsprojekte an Schulen sind in der Vergangenheit bereits gescheitert. Sie dienen als konkretes Beispiel, wie es nicht funktioniert.

Meine Kollegen und ich sind seit fast 20 Jahren in der Bildung tätig und wurden noch in Sprachlabore gesetzt, um mit uns selbst Sprachen zu lernen, wir haben Kassettenrecorder von verhedderten Bändern befreit, VideoWagen mit Röhrenfernsehern in die Klassen schieben hören und zu guter Letzt Technik gesehen, die unglücklich im Kartenraum ihrem Dasein fristete, weil sie keiner mehr bedienen konnte oder wollte.

Wir haben daraus gelernt und die Fallen – Gaps – aufgedeckt. Hier auf dem Blog werden wir uns in den nächsten Wochen mit genau diesen GAPs beschäftigen.

Ca. 44.000 Schulen, mehr als 11.000 Kommunen, dazu noch Städte, Gemeinden, Landkreise und viele mehr sind nun aufgefordert ein Medienkonzept zu erstellen, um Investitionsgelder aus dem Digital Pakt vom Bund anzufordern. Aber da fängt es auch schon an: heißt es jetzt eigentlich Medienentwicklungsplan oder Medienbildungskonzept oder einfach nur Medienkonzept. Und: wer macht eigentlich nun was?

Kurz zur Begrifflichkeit: Der Medienentwicklungsplan ist das große Ganze, das der Schulträger einzureichen hat. Das Medienbildungskonzept wird von der Schule also den Lehrern und Lehrerinnen erstellt.

Gap 1 – together – Es geht nur zusammen!

Grundsätzlich ist und war der Schulträger für die Ausstattung der Schulen, IT Infrastruktur, Wartung und Support zuständig. Das Land kümmerte sich um die Lehreraus- und -fortbildung und war somit auch indirekt Träger der Inhalte. Nun geht es bei der Digitalisierung 3.0 aber nicht darum, Blech in die Schulen zu schaffen, sondern es geht darum, für die Schule und das ihr durch die Menschen gegebene Leitbild das richtige Medium oder die richtigen Medien zur Umsetzung ihrer Ziele und Visionen zu erhalten. Das bedeutet: Wir gehen einen Schritt zurück und überlegen erst einmal, wo wir hin wollen. Wie wir unterrichten wollen. Welche Kompetenzen wir mit welchen Hilfsmitteln vermitteln wollen und zu guter Letzt: Wie gestaltet sich ein zeitgemäßer Unterricht in einer Welt, die sich immer schneller dreht.

Es gibt crowdworking oder crowdsourcing, aber an dieser Stelle benötigen wir ein Crowdunited für eine CrowdSchool.

Und was genau bedeutet das jetzt? Die Menge muss nicht nur gemeinsam, sondern auch vereint auf dasselbe Ziel hinarbeiten. Und wer ist die Menge, die „Crowd“? Sicher nicht die ganze Schule oder wenn sich eine ganze Stadt oder Region auf den Transformationsprozess macht, nicht alle Beteiligten, aber von allen etwas bzw. jemand. Das heißt:

  • Schulträger, manchmal auch Politiker oder Bürgermeisterinnen und Bürgermeister,
  • Schulleitungen und
  • Multiplikatoren der jeweiligen Schule.

Dazu gehören: Technik affine Lehrerinnen und Lehrer, ein oder eine IT Beauftragte/r, sofern es ihn oder sie gibt sowie völlig nicht technisch affine Lehrer, die aber dennoch motiviert sind und Spaß an der Weiterentwicklung haben. (Ich möchte betonen, dass die hoffentlich kleine Gruppe der technikaversen Lehrerinnen und Lehrer hiermit nicht gemeint ist.) Diese motivierten Lehrkräfte, sind fast noch wichtiger als die, die sowieso schon alles können und wissen. Sie repräsentieren die große Gruppe der „Normalos“, die noch nicht oder kaum digital im Klassenraum arbeitet, aber zukünftig multimedialen und zeitgemäßen Unterricht machen wollen. Grundsätzlich wollen sie mit Technik eher nichts zu tun haben, da sie ja Geschichte oder Biologie unterrichten und nicht „wie um alles in der Welt kalibriere ich die neue Technik“.

Diese Lehrerinnen und Lehrer wollen, dass die Technik funktioniert wie ein Lichtschalter. Also: Das sind unsere unabdinglichen Probanden der Technik, die jedes diskutierte Medium unter die Lupe nehmen.

Und wer gehört noch dazu?

  • Eltern! Der Schulelternrat oder Vertreter daraus. Eltern sind wichtig! Sie müssen mitgenommen werden und sie können eine Schule „tragen“, ihr helfen durch transformative Zeiten zu segeln, Kritikern zu antworten und Prozesse zu verbessern. Bindet sie mit ein.

Neben den Eltern gibt es noch die Zielgruppe, um die es eigentlich geht. Für die wir das alles machen und denen wir einen besseren Start in die Welt ermöglichen wollen:

  • die Schülerinnen und Schüler.

Sie sind digital schneller als alle Beteiligten jenseits der 30. Sie kennen neuste Trends und Möglichkeiten und obwohl sie sie nutzen, sind sie noch lange nicht kompetent in ihnen. Das müssen wir, die Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern ihnen beibringen. Aber sie gehören selbstverständlich zum Transformationsprozess dazu: Als Influenzer, Blogger oder einfach nur als Lernende, die dann möglicherweise bald in einer CrowdSchool lernen und sich entwickeln können.

Durch alle Beteiligten zieht sich das Thema „United“. Der Schulträger, der nicht einfach alleine entscheidet, was angeschafft wird für die Schule, die Schulleitung, die sich unter pädagogischen und auch betriebswirtschaftlichen Aspekten mit dem Schulträger auseinandersetzt. Die Lehrkräfte, die sich auf Standards bei technischen Hilfsmitteln verständigen, die auch nutzbar und anwendbar sind und pädagogische, sinnvolle Inhalte entwickeln. Und Eltern und Schüler, die vereint für eine moderne Schule kämpfen.

Sie alle müssen einen nachhaltigen und transparenten Weg beschreiten, um Bildung als Schlüsselthema für ihre/unsere Kinder zu gestalten. Die Technik folgt der Pädagogik und nicht andersherum. In diesem Sinne: Crowdunited für die CrowdSchool.

Mit dem Thema der CrowdSchool und dem nächsten GAP beschäftigen wir uns in unserem nächsten Beitrag – hier in diesem Blog.

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Dr. Stephanie Kleta-Bohmann ist eine Ansprechpartnerin, wenn es um die Medienentwicklungsplanung für Schulen, Schulträger, Städte und Kommunen geht. Gemeinsam mit adiuvantis lässt sich ein individuelles und passgenaues Digitales Bildungskonzept entwickeln. Auch pädagogische und technische Konzepte sowie Fortbildungsmöglichkeiten gehören zum Portfolio.

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