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Schulchat-Knigge für’s digitale Klassenzimmer

Beispiele aus der Praxis

Schulchat-Knigge für’s digitale Klassenzimmer

Schulen werden digitaler – gerade in der aktuellen Situation führt dies schnell dazu, dass die Kommunikation über Messengerdienste wie z.B. die schul.cloud in den Vordergrund rücken. Auch wenn die aktuelle Lage vorübergeht: Lehrkräfte und Schüler/innen müssen sich an die neuen Gegebenheiten im „Homeoffice“ oder der „Home School“ erst einmal gewöhnen. Wenn wir – wie gerade jetzt – plötzlich in eine Krisensituation geraten, bleibt dafür keine Zeit. Natürlich sind schon ganz viele Lehrkräfte und Schüler/innen an die tägliche Nutzung von Messengern gewöhnt. Doch Kommunikation mit Mitschülern und Lehrern folgt anderen Regeln als Chats mit einem „Bro“ am „Weekend“.

Gibt es etwa Regeln? Ja! Denn um sicherzustellen dass sich Schüler/innen genauso sicher und wohl fühlen, wie Sie es im Klassenraum unter der Aufsicht Ihrer Lehrkräfte tun, haben wir für Sie die „Schulchat Knigge“ übersichtlich in einer Infografik zusammengefasst.

Loslegen – mit echten Daten!

Verwende Deinen richtigen Namen. Du brauchst Dich mit ­Deiner Meinung nicht hinter einem Fantasienamen zu verstecken! ­Schütze aber Dein Passwort gut.

Sicheres Passwort: mind. 12 Zeichen, Groß- & Kleinschreibung, Zahlen & ­Sonderzeichen. Nicht offen ablegen oder einspeichern!

Neu in einem Gruppenchat?

Schau zunächst, wie die Kommunikation bisher gelaufen ist, ehe du ins ­Geschehen eingreifst. Und an die bestehenden Mitglieder: Erinnere Dich an ­Deinen eigenen Anfang, gib neuen Mitgliedern Tipps, was zu beachten ist und sei ihnen und auch allen anderen gegenüber ­hilfsbereit.

Schicke einem bestehenden Mitglied Deine Fragen per Einzelchat!

Höflicher Umgang miteinander

Bleib im Schulchat genauso höflich wie im (Schul-)Alltag. Grüße freundlich, ­benutze „bitte“ und „danke“, verabschiede Dich, wenn Du das Gespräch ­verlässt. Hast du eine Nachricht gelesen, aber weißt noch keine Antwort, gib Deinem ­Gesprächspartner kurz ­Bescheid.

Schlechte Laune? Lass sie auch im Chat nicht an deinem Gegenüber aus.

Respektvoller Umgang im Chat

Seid im Schulchat genauso respektvoll im Umgang miteinander wie ­persönlich. Geh mit gutem Beispiel voran, lästere nicht und beleidige niemanden. ­Mobbing hat weder im Alltag noch im Chat etwas verloren. Benimmt sich jemand ­daneben, nicht anfeuern.

Dir begegnet Mobbing? Sprich mit Eltern und Vertrauenslehrern!

Rechtschreibung und Grammatik

Achte auf Deine Zeichensetzung! Zerstückelte Worte, abgerissene Sätze und pures Durcheinander kann und will niemand lesen. Schreibst du z. B. in Großbuchstaben oder mit vielen Ausrufezeichen, wird das als aggressiv und als Schreien gedeutet. Achte auch auf korrekte Groß- und Kleinschreibung sowie Kommasetzung in Deinen Nachrichten.

Schrift liefert keine Emotionen

Das Geschriebene kann nicht mit Mimik, Gestik oder einer bestimmten Tonlage verbunden werden. Daher funktioniert Ironie in den seltensten Fällen. Und auch beim Humor solltest Du vorsichtig sein, denn jede Person hat einen anderen

Benutze Smileys, um Deinen Worten Emotionen zu geben.

Erst denken, dann schreiben!

Du bekommst eine Nachricht, über die du dich sehr ärgerst oder über die Du nachdenken musst? Schreibe sofort eine Antwort, aber sende diese nicht ab.  Denke in Ruhe über Deine Antwort nach. Und dann schreibe Deine Antwort noch einmal. Niemand nimmt es Dir übel, auf eine gute Antwort auch mal einen Moment zu warten.

Umgang mit Medieninhalten

Achte auf die Bildrechte! Verwende nur Bilder, bei denen klar ist, dass Du auch das Recht hast, diese zu verwenden. Stichwort Urheberrecht! Spamme die Chats nicht mit GIFs, „lustigen“ Sprüchen, Kettenbriefen oder gar schadhaften Links zu. Jeder Chat hat einen bestimmten Hintergrund. Nimm die Anliegen ­dahinter ernst!

Nicht alles gehört ins Internet!

Mach den Test: Würdest Du das, was Du gerade hochladen möchtest, jedem auf der Straße zeigen? Wenn ja, dann kann es auch in den Chat. Bedränge ­niemanden, Dir persönliche Informationen oder Kontaktdaten, auch nicht von anderen Personen, zu geben. Diese Informationen sind privat und weder für das ­Internet geeignet, noch gedacht.

Keiner muss immer erreichbar sein

Einigt euch auf Wochentage und Uhrzeiten, an denen Nachrichten und ­Antworten erfolgen. So muss niemand dauerhaft nach neuen Nachrichten ­sehen und ihr vermeidet Stress. Respektiert, dass diese Zeiten auch für jeden anders sein können.

Schaltet den Schulmessenger in „Auszeiten“ auf stumm.

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Wörter? Können wir sparen! Jan Rühmkorf ist als Mediengestalter der kreative und technische Kopf hinter unseren Infografiken. Seine Vorrecherchen sind umfangreich in Worten, seine Ergebnisse grafisch und leicht zu erfassen. Er bringt die wichtigsten Themen der Digitalen Schule auf den Punkt.

2 Kommentare

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