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5 Praxistipps für einen erfolgreichen digitalen Unterricht! Wie integriere ich digitale Medien in den Schulalltag?

Beispiele aus der Praxis

5 Praxistipps für einen erfolgreichen digitalen Unterricht! Wie integriere ich digitale Medien in den Schulalltag?

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – das wissen wir alle. Vor allem in Bezug auf die Integration von digitalen Medien in den Schulalltag wirken die Verwaltungen Deutschlands bislang eher überfordert. Momentan findet allerdings ein Wandel statt – weg von der grünen Kreidetafel, die bis vor einigen Jahren noch die Optik in Klassenzimmern dominierte, hin zu digitalen Alternativen. Die Digitalisierung innerhalb und außerhalb von Schulen schreitet unaufhaltsam voran – auch ohne das Zutun von Lehrkräften und Schulträgern. Es ist also durchaus ratsam, auf diesen Schnellzug aufzuspringen, anstatt sich von ihm überrollen zu lassen.

Das Land Niedersachsen kann in diesem Zusammenhang durchaus als Vorreiter bezeichnet werden. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen wird hier schon heute stark gefördert. Bis 2021 soll jede Schule in Niedersachsen über einen GigaBit-Anschluss verfügen, um den Datenaustausch innerhalb und zwischen Schulen massiv zu erleichtern. Es sind alle Schulen förderfähig, die noch nicht über einen GigaBit-Anschluss verfügen. Das ist allerdings nur der Anfang einer wesentlich größeren Umstrukturierung, wie sie bis 2024 stattfinden soll. Im DigitalPakt Schule sind Zahlungen in Höhe von insgesamt etwa 5,5 Mrd. Euro festgehalten, um diese Entwicklung unterstützt vom Bund voranzutreiben. Auf den ersten Blick wirkt die Summe zwar gigantisch, aber gerechnet auf einzelne Schulen reduziert sich die Fördersumme. Eine vollumfängliche Ausstattung aller Lehrkräfte und Schüler/innen ist daher nicht gewährleistet.

Die Lösung: BYOD – Bring Your Own Device

Das ist kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken und zu hoffen, dass sich das Problem von alleine löst. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, aber: Schüler/innen sowie die meisten Lehrkräfte verfügen mittlerweile über eigene mobile Endgeräte in Form von Smartphones und Tablets. Immerhin nutzt der Großteil der Kinder und Jugendlichen das ein oder andere Gerät zur Kommunikation, Information und Unterhaltung, was diese zu einem festen Bestandteil in ihrer Lebenswelt macht. Das Land Niedersachsen macht sich den Umstand zunutze und unterstützt BYOD – also Bring Your Own Device.

Diese Entwicklung gestaltet sich für alle Seiten als sehr positiv. Lehrkräfte müssen nicht ständig zur zuständigen IT-Fachkraft der Schule rennen, weil das Internet im Computer-Raum schon wieder nicht funktioniert, sondern können sich ganz auf die bereits vorhandene Medienkompetenz der Schüler/innen im Umgang mit dem eigenen Gerät verlassen. Außerdem entlastet dies das Budget der Schule enorm. Die dadurch gewonnenen Mittel können sinnvoll anderweitig investiert werden. Und da gibt es noch einige Stellschrauben, wie die Infografik „Einsatz digitaler Medien an Bildungseinrichtungen“ aufzeigt.

Man mag jetzt behaupten, dass sich die Klasse im Unterricht wohl eher anderen interessanten Dingen auf dem Handy widmet, als dem Unterricht zu folgen. Diese Sorge ist durchaus berechtigt, aber letzten Endes folgen Schüler/innen oft auch dem analogen Unterricht nicht vollständig. Warum also nicht Geräte und Anwendungen in den Unterricht integrieren, die bereits einen hohen Aufforderungscharakter für Kinder und Jugendliche inhärieren? Zudem ist ein Ziel eines zeitgemäßen Unterrichts ja auch die Vermittlung der erforderlichen Medienkompetenz, welche die Schüler im späteren Erwerbsleben beweisen müssen. Dazu gehört im Zeitalter der digitalen Informationen auch zu lernen, wann welche Informationen in welcher Menge konsumiert werden – oder einfach gesagt: zu priorisieren. Guter Unterricht misst sich oft an der Aufmerksamkeit der Klasse. Wenn diese gewährleistet ist, dann ist auch die Beschäftigung mit nicht unterrichtsrelevanten Themenfeldern zu vernachlässigen, da in der Regel nicht vorhanden.

BYOD… Und dann?

„Gut. Wir sind dann irgendwann im Idealfall so weit, dass unsere Klasse an ihren Smartphones oder Tablets arbeitet, aber wie werden die Ergebnisse von beispielsweise Gruppenarbeiten der Klassengemeinschaft zur Verfügung gestellt?“, fragen Sie sich. Das mag auf den ersten Blick kompliziert anmuten, gestaltet sich in der Praxis aber denkbar einfach. Eine digitale Cloud etwa bietet die Möglichkeit der direkten Weitergabe von Dateien an die Digitale Tafel, um die Ergebnisse verzögerungsfrei präsentieren zu können. Des Weiteren können die Dateien nach dem Unterricht allen Schüler/innen der Klasse zur Verfügung gestellt werden. Es muss also fast nichts mehr umständlich abgeschrieben werden, was im Alltag – seien wir mal ehrlich – oft entweder viel Zeit raubt oder nicht nachhaltig passiert.

Natürlich bedeutet dieser Wandel, dass vorhandene Unterrichtskonzepte angepasst werden müssen, um der Digitalisierung gerecht zu werden. Das bietet die Chance der Erprobung und Umsetzung von neuen und innovativen Lehrmethoden. Es ist durchaus verständlich, dass die Hürde zur Umstellung eines gesamten Lehrkonzeptes gigantisch anmuten mag. Aber so groß ist sie eigentlich gar nicht. Und ja, das ist mit Arbeit verbunden. Aber diese macht sich auf lange Sicht durchaus bezahlt. Die Klasse partizipiert zum einen noch stärker am Unterricht, gestaltet diesen gar aktiv mit. Zum anderen wird die bereits vorhandene Medienkompetenz weiter ausgebaut – die Klasse also für den sicheren Umgang mit mobilen Endgeräten und dem Internet sensibilisiert.

Was bislang gefehlt hat, war ein Dienst, der Cloud-Lösung, interne und externe Schulkommunikation und schwarzes Brett DSGVO-konform und vor allem nutzerfreundlich miteinander vereint. Deutschlandweit haben sich heute bereits über 4.000 Schulen zur Aufgabe gemacht, ein solches Tool in ihren Alltag zu integrieren. Sie nutzen die kostenlose schul.cloud, um in die digitale Schulkommunikation einzusteigen. Die Einstiegshürden sind hier gering, lediglich eine engagierte Lehrkraft muss sich registrieren. Dann können Schüler/innen und Kollegium datenschutzkonform selbständig eingebunden werden.

Keine Angst – der Aufwand ist geringer, als Sie befürchten

Bundesweit werden zahlreiche Fortbildungen zum Thema „Digitalisierung in Schulen“ angeboten, die alle auf vedab.de abgerufen werden können. Hier werden Lehrkräfte im sicheren und versierten Umgang mit digitalen Diensten ausgebildet. Der Fortbildungsumfang reicht von Anfängerkursen zur Whiteboard-Nutzung bis zur Integration von interaktiven Tafeln in den Unterricht. Es existiert mittlerweile eine immer größer werdende Datensammlung zu komplett geplanten Unterrichtseinheiten, die zeigen, wie diese Medien sinnvoll und gewinnbringend für die Klasse und für Lehrkräfte in Unterrichtsvorhaben integriert werden können. Auch wir aggregieren solche Konzepte in unserer Rubrik „Digitaler Unterricht“. Der Besucher solcher Fortbildungen kostet zwar Zeit, allerdings macht der Nutzen den Aufwand wieder wett. Also keine Angst vor dem digitalen Wandel an Schulen – die Arbeitserleichterung ist enorm.

5 Praxistipps für einen erfolgreichen, digitalen Unterricht!

  • Sie sind nicht allein! Ob Sie es glauben oder nicht: Digitales Arbeiten an Schulen ist für alle ein Novum. Klar bringt jede/r unterschiedliche Voraussetzungen mit. Aber nutzen Sie genau das als Chance, um mit Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu treten und sich untereinander zu unterstützen.
  • Probieren Sie Dinge aus! Es ist wie überall – wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Testen Sie einfach mal in einzelnen Klassen unterschiedliche Methoden. Ihre Schüler/innen werden neue, innovative Lehrmethoden dankend annehmen.
  • Nutzen Sie bereits erarbeitetes Material! Fertige Unterrichtskonzepte sind in Hülle und Fülle vorhanden und geben einen Einblick in die didaktisch sinnvolle Integration von digitalen Medien in den Unterricht. Ganz unkompliziert und kostenfrei.
  • Sprechen Sie mit Ihren Schüler/innen! Starten Sie doch einfach mal Umfragen in Ihren Klassen, welche Methoden Ihren Schüler/innen sinnvoll erscheinen. Oftmals bewirkt die direkte Partizipation an der Erarbeitung von Lösungsansätzen das für alle Beteiligten beste Ergebnis.
  • Erinnern Sie sich an Ihr Referendariat. Da lief auch nicht immer alles glatt. Lassen Sie sich von kleineren Rückschlägen also nicht entmutigen

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