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Digitale Bildung im Diskurs – DER Weihnachtspodcast mit Dr. Marc Klages

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Digitale Bildung im Diskurs – DER Weihnachtspodcast mit Dr. Marc Klages

Lebkuchen, Baumkuchen, Zimtsterne, Marzipankartoffeln und nicht zu vergessen Glühwein! In unserem Weihnachtspodcast wird es gemütlich. Bei all diesen Leckereien und Versuchungen vergessen wir aber natürlich nicht unser eigentliches Thema: die Digitalisierung in Schulen. In dieser Ausgabe begrüßen wir Dr. Marc Klages, Gründer und Vorsitzender des Bundesverbandes Digitale Bildung e.V., als Gast.

Hier direkt zu allen Folgen: https://digitale-schule.blog/podcast/

Die Grundlagenarbeit zur Digitalisierung fehlt im Bildungssystem

Der Bundesverband Digitale Bildung kümmert sich im Wesentlichen um eine Qualifizierung für die digitale Welt, also die Schulung einer ganzen Gesellschaft. Das Wissen in den Köpfen der (zukünftigen) Angestellten ist die heute wichtige Währung für Unternehmen, um Erfolg zu haben und am Markt zu wachsen. Die Grundlage dafür wird von der KiTa an über die Schulen bis in die Hochschulen hinein gelegt, aber auch in den Unternehmen. Deswegen engagiert sich der Bundesverband hier aktiv in allen Ebenen der Bildung. Angefangen hat es mit der Generation 50+, aber schnell war klar, dass der Bedarf schon viel früher vorhanden ist. Schulen benötigen Hilfe und Unterstützung bei der Digitalisierung.

Die Grundlagenarbeit zur Digitalisierung wird in den Kindergärten heute nicht erledigt. Da werden klassische Dinge gelehrt, z. B. wie man auf fremde Erwachsene reagiert, aber von digital kann man hier noch nicht sprechen. Allein das Kind einen Tag abzumelden – per Telefon und in der Gewissheit, dass es dauert, weil man natürlich erstmal niemanden erreicht. Aber auch alltägliche Informationen wie der Speiseplan oder Austausch mit den Erziehern ist einfach nicht gegeben. Zu Hause werden Tablets verwendet, aber die Schulung, was richtig und was falsch ist, findet nicht statt. Als Eltern muss man da sehr tief in die Themen eintauchen, von denen man sich erhoffen würde, dass diese in den Bildungsstrukturen fest verankert wären und geschult würden.

Eine Ausgangssituation, die man (leider) absolut auch auf Schule übertragen kann.

Leuchttürme bringen uns nicht voran – wir brauchen Flächenlösungen

Auf einzelne Leuchtturm-Projekte warten und hoffen, dass sie skalieren – keine Option. Vielmehr ist es an der Zeit, die Leuchtturm-Projekte zusammenzubringen und haptisch erlebbar zu machen. Im StartUp-Umfeld nennt man das Safari – systematisch mal alle und alles zusammenbringen, Politik, Wirtschaft, Nutzer. Man muss substantieller aufbauen und nicht nur einzelne Projekte und Konzepte an einem Punkt oder gar die Schulen alleine lassen in ihrer Konzeptentwicklung wie beim DigitalPakt. Es braucht einen deutlich früheren Ansatz – an den Instituten, an den Hochschulen – um nachhaltige Methoden zu entwickeln.

Das größte Problem: Im Blick auf die Digitalisierung haben wir verlorene Generationen erzeugt, die jetzt ins Lehramt gehen, aber nicht unbedingt die digitale Substanz mitbringen, die es benötigen würde, die nächsten Generationen digital fit zu machen.

Das müssen wir zuerst lösen. Die zweite Welle der Digitlisierung geht ganz klar Richtung Machine Learning, Robotosierung und noch stärkere Automatiserung der Prozesse. Nur – wir verpennen das gerade. Weil wir das in der Bildungsstruktur gerade gar nicht abbilden können. Wir müssen uns auf Digitalisierung ausrichten, Entwicklung und IT muss eine Sprache werden wie Fremdsprachen, die wir lernen. Unsere Kultur muss sich vom reinen Anwender zum Gestalter wandeln, das bedeutet auch das Zulassen einer Bildungselite, die Einfluss nehmen kann, moralisch bewerten kann.

Die einzige Möglichkeit hier Einfluss zu nehmen – nachhaltig und tiefgreifend – ist die Ausbildung unserer Lehrkräfte. Die Ausbildung muss in sich schlüssig und methodisch aufgebaut sein. Digitalkunde muss in der Schule stattfinden und Grundlagen schaffen, um später darauf aufzubauen und damit weiterzuarbeiten.

Endgeräte in der Schule – ein ständiges Warten auf Weihnachten?

iPad-Klassen sind nicht die Lösung aller Probleme, aber Apple hat sich schon früh deutlich Gedanken gemacht, wie die Geräte mit Schutzmechanismen versehen werden können, um von Kindern bedenkenlos eingesetzt werden zu können. Auch die Usability ist einfach – das erleichtert den Einstieg damit in der Grundschule z. B. enorm. Preislich liegen die Geräte heute auch im Rahmen. Später sollten eher Notebooks eingesetzt werden als Tablets.

Hinsichtlich „Bring your own Device“, sagt Dr. Marc Klages, ist es deutlich einfacher Klassen auszustatten. Denn für die Lehrkräfte wird die Administration dadurch erleichtert. Auch die Fernwartung wird dadurch deutlich einfacher. An der Schule muss die Komplexität raus, denn es gibt im Normalfall keinen zuständigen IT-Sachverständigen. Nur weil Kinder mit etwas aufwachsen, heißt es nicht, dass sie sich damit auskennen. Die Neugier lässt sie auch immer wieder versuchen, Technik auszuhebeln. Da fährt man in der Schule mit einheitlicher Technik einfach besser. Und sicherer. Daher lieber Simplifizierung hier.

Die Moderatoren verteidigen aktiv den „Bring your own Device“ Ansatz. Am Ende gibt es einen „Schlagabtausch“ – Andreas und Marc erhalten jeweils 30 Sekunden für Ihre Argumente. Den gesamten Austausch mit allen Informationen dazu JETZT im Podcast hören:

Hier direkt zu allen Folgen: https://digitale-schule.blog/podcast/

„Wünsch Dir was… zu Weihnachten!“

Für die digitale Bildung einfach mal eine Wunschliste erstellen! Da gibt es viele Beteiligte zu bedenken – Schulbuchverlage, Institutionen, Schulämter, Schulen, Schulleitungen, Lehrkräfte selbst… aber auch die Politik und Unternehmen, die alle eine wesentliche Rolle spielen. Einzeln betrachtet gibt es da jede Menge Wünsche für die kommende Zeit:

  • Mehr Innovationskraft von den Schulbuchverlagen
  • Mehr Möglichzeiten zu Experimentieren und Auszuprobieren
  • Mut entwickeln möglich machen mit Fördermitteln
  • Strukturen auf Seiten der Technikberatung sortieren
  • Bildungsstand der Lehrer zur Digitalisierung fördern
  • Schul-CheckUp machen, was getan werden muss
  • Aufbau von Kompetenzzentren und Direktsupport
  • Gesetzliche Themen wie Geräteeinsatz in Klausuren
  • Ansprechpartner zum Aufbau von Infrastrukturen
  • Grundstandards der Geräte als Eignung für BYOD
  • Ökosysteme zur Administration der schulischen Geräte
  • Finanzierungen zur Erleichterung entwickeln
  • Best Practices anderer Länder weiterentwickeln

Es gibt viele Punkte, die auf der Wunschliste stehen würden. Der DigitalPakt ist hier ein ordentlicher Anfang. Schöner wäre hier ein zentraler und beratender Einsatz, statt die Gießkanne auszuschütten und den einzelnen Schulen den Einsatz zu überlassen.

Wir freuen uns auf IHRE Meinung/en zum Thema!

Lassen Sie uns wissen, was Sie zu den Themen der Folge zu sagen haben. Und erfreuen Sie sich dazu parallel am „Nachsitzen mit Dr. Marc Klages“ – wie viele Weihnachtslieder können Sie erkennen? 😉 Vielen Dank an Marc für den spannenden Austausch!

Hier direkt zu allen Folgen: https://digitale-schule.blog/podcast/

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