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Unterricht per Mausklick? So gelingt digitales Lernen in der Corona-Krise

Digitaler Unterricht

Unterricht per Mausklick? So gelingt digitales Lernen in der Corona-Krise

In Zeiten von COVID-19 stehen Lehrkräfte und Schüler vor vielfältigen Herausforderungen. Zwar versuchen Schulen den Lehrbetrieb wieder aufzunehmen, doch an einen regulären Ablauf ist aktuell noch lange nicht zu denken. Um eine Unterrichtsform zu schaffen, die nicht an den Klassenraum gebunden ist, bieten digitale Medien moderne Möglichkeiten. So werden unabhängig von System und Lernort veraltete Strukturen aufgebrochen und Schülern wird eine neue Möglichkeit des Lernens präsentiert. Das bedeutet: Heranwachsende nutzen digitale Lösungen nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch in den eigenen vier Wänden, am Wochenende oder unterwegs. Je nach Wissensstand, Bedarf und Wunsch stehen ihnen individuelle Materialien zur Verfügung. Koordiniert von pädagogischen Fachkräften lernen sie frei vom Präsenzunterricht naturwissenschaftliche Phänomene, die Grammatik von Fremdsprachen oder auch mathematische Zusammenhänge.

Ungeahnte Kommunikationskanäle nutzen

Doch eine Internetverbindung allein garantiert noch lange keinen guten Unterricht. Neben digitalen Lösungen sind analoge Hilfsmittel ebenso sinnvoll wie Präsenzphasen im Klassenzimmer. Um Heranwachsenden also einen wirklichen Mehrwert zu bieten, sind kommunikative Rahmenbedingungen unabdingbar. Dabei unterstützen technische Neuerungen soziale Prozesse im Lernvorgang. Gleichzeitig öffnet die Digitalisierung weitere Kommunikationskanäle, die den Unterricht bereichern. So arbeiten Schüler online etwa gemeinsam an Projekten, chatten im Netz oder präsentieren Gelerntes audiovisuell. Natürlich steht die Interaktion zwischen Pädagogen und Lernenden weiterhin im Vordergrund. Lehrer können sich gezielt auf ihren eigentlichen Tätigkeitsbereich fokussieren und als Wissensförderer Inhalte vermitteln, um so das Maximum aus ihren Schülern herauszuholen.

Herausforderungen als Chance nutzen

Für einen effektiven Medienumgang ist dabei eine schrittweise Heranführung durch qualifizierte Lehrkräfte wichtig. So erleichtern altersgerechte Onlinemedien wie speziell entwickelte interaktive Lernvideos einen schülerzentrierten Unterricht. Dabei sollten digitale Medien nicht um der Technik Willen eingesetzt werden, sondern stets den pädagogischen Mehrwert in den Mittelpunkt stellen. Zudem bedeutet der Umgang mit ihnen eine grundlegende Veränderung der Arbeitsweise. Schließlich entwickeln sich nicht nur technische Lösungen ständig fort, sondern auch die pädagogische Arbeitsweise von Lehrkräften. Durch die Digitalisierung erhalten sie neue Komponenten, die professionelle Fortbildungen sowie Hardwarelösungen erfordern. Sind die Lehrenden erst einmal auf die Herausforderungen und Chancen des digitalen Unterrichts professionell vorbereitet, können innovative Konzepte geplant und ausprobiert werden.

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Holger Kistermann (©Foto: Wilson Ortiz) ist Marketing- und Vertriebsleiter des öffentlichen FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht. Die Experten digitaler Medien produzieren seit 1950 im Auftrag der Länder audiovisuelle Medien für die schulische und außerschulische Bildung – entsprechend den Lehrplänen des jeweiligen Bundeslandes. Schulen erhalten FWU-Medien im kommunalen Medienzentrum.

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